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- Das Ende der k.u.k. Fliegertruppe an der SW-Front - Teil 2: Der Rückzug 1918
- B-24-Abschuss: Rückkehr nach Türnitz
- Piper L-4H „Rosie the Rocketer“
- Tödlicher Flugunfall von Hermann Brunner
- Ex TWA-Boeing 727 in Graz

Wer hätte das gedacht! Die wohl berühmteste Piper L-4H „Grasshopper“ (Piper Cub) des Zweiten Weltkrieges stand im Österreichischen Luftfahrtmuseum in Graz. Stand – denn leider ist sie im Herbst 2018 in die USA verkauft worden.

Die L-4H „Rosie the Rocketer“ war die persönliche Maschine von Lt.Col. Charles Carpenter, auch „Bazooka Charlie“ genannt. Dieser hatte 1944 unter General Patton’s 3. Armee in Frankreich seine unbewaffnete Piper, die zur Gefechtsfeldaufklärung diente, mit sechs Bazookas ausgestattet. Mit der „Rosie the Rocketer“ genannten Maschine konnte er insgesamt sechs Panzer, darunter zwei Tiger I vernichten. Wegen des ungleichen Kampfes als „David gegen Goliath“ gefeiert, war er schnell Liebling der Kriegsberichterstatter. Nach dem Krieg kehrte Carpenter, hoch dekoriert, in seinen Lehrberuf an der High School von Urbana, Illinois zurück.

Die Piper „Rosie the Rocketer“, 62 Jahre in Österreich als OE-AAB registriert, soll mit ihren alten US-Army-Markierungen versehen im American Heritage Museum in Stow, Massachusetts, ausgestellt werden.

 

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- Barnstorming in Friesland - Feldpilot Carl Kriger in den Niederlanden
- Im Urlaub entdeckt: Flugplatz Kalathos-Gadurra auf Rhodos
- Douglas C-47A-5-DK Dakota III OE-LBC
- Flugzeug-Not- und Außenlandungen im Mühlviertel
- Österr. Ritterkreuzträger in der DLW: Leutnant Karl Spreitzer

Eine von den drei Douglas DC-3, die Austrian Airlines zwischen 1963 und 1966 betrieben, hat als mehrfacher Kriegsveteran eine außergewöhnliche und historisch interessante Geschichte vorzuweisen.

Als C-47A war sie mit einem großen Frachttor ausgestattet. Von dieser militärischen Fracht-Version wurden von Douglas über 5.200 Maschinen ausgeliefert und sie fanden auf allen Kriegsschauplätzen Verwendung. Ab 1944 stand sie beim Transport Command der Royal Air Force nicht nur am D-Day bei der Invasion in der Normandie, sondern auch bei allen folgenden großen Luftlandeoperationen wie Arnheim und der Rhein-Überquerung im Einsatz. Darüber hinaus diente sie 1961 dem schwedischen UN-Kontingent bei seinem Einsatz im Kongo, um dann 1967 im Vietnam-Krieg spurlos zu verschwinden.

 

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- Feldpilot Hptm. Ludwig Purm
- Hansa Brandenburg C.I Bauart 26
- Fliegermeldungen des Gegners im Ersten Weltkrieg
- Österreichische Piloten in Spanien
- Görings Zeughaus und Museum der Luftwaffe

Diese Biographie vom Militärhistoriker Jiří Rajlich aus Prag beleuchtet sowohl das berufliche als auch private Leben von Hauptmann Ludwig (Ludvík) Purm, ein angesehener und hoch dekorierter Offizier der k.u.k. Luftfahrtruppen während des Ersten Weltkrieges. Aus Rumburg in Nord-Böhmen stammend, diente er als Offizier beim Infanterieregiment Nr.91, bevor er sich Anfang 1916 zu den k.u.k. Luftfahrtruppen meldete.

Zuerst flog er als Beobachter bei der Flik 22 an der russischen Front, dann nach einer Pilotenausbildung bei den Fliken 23, 41J und 9J an der Italienfront als deren Kommandant. Obwohl er gegen Ende des Krieges Kommandant des Jagdgeschwaders der 6. Armee – eines von nur fünf k.u.k. Jagdgeschwadern – war, sind sein Name und sein Schicksal nahezu unbekannt geblieben.

 

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- Kaiser-Huldigung: Warchalowskis Flug über Wien
- K.u.k. Beobachter Oblt. i.d.R. Albert Bujanovics
- Camillo Perini - „Flieger des Jahrhunderts“
- Der PERSIL-Hubschrauber Sikorsky S-51
- Museo dell’aeronautica Gianni Caproni in Trient

Trotz einer Reihe interessanter Exponate zur österreichischen Luftfahrtgeschichte ist das im Jahr 1992 auf dem Flugplatz von Trient eröffnete Luftfahrtmuseum Museo dell’aeronautica Gianni Caproni bei uns nahezu unbekannt. Neben vielen Schaustücken zum Leben des Luftfahrtpioniers Gianni Caproni, der 1886 bei Trient in Südtirol geboren wurde, findet sich eine ausführliche Dokumentation zum legendären Flug der italienischen 87. Staffel „La Serenissima“ nach Wien. Am 9. August 1918 war die Staffel mit sieben Ansaldo S.V.A.5 völlig unbehelligt über Wien erschienen und hatte Propaganda-Flugblätter abgeworfen. Eine Maschine musste wegen Motorschadens bei Wiener Neustadt notlanden und wurde vom Piloten Lt. Giuseppe Sarti verbrannt. Im Museum ist die originale S.V.A.5 mit der Nummer 11777 erhalten, die Oblt. Gino Allegri nach Wien geflogen hat. Der über eine Strecke von insgesamt 1.000 km führende Flug des Gegners wurde in den Tageszeitungen der Monarchie als sportliche Leistung der Italiener gewürdigt.